Mittwoch, 29. Oktober 2008

Finanz-, Banken- und andere Krisen

Es wird immer nur gejammert. Die Medien kennen seit Tagen und Wochen kein anders Thema, alle reden die Krise hoch und provozieren damit und deshalb fast unweigerlich das, was eigentlich alle verhindern wollen: eine Rezession. In der Schweiz scheint es, das an allem UBS Schuld ist und im speziellen sind es die unerhörten Abzocker-Boni. Die Diskussion verlagerte sich vom Rettungspaket für UBS zu den Boni der Manager hin zu den an sich schon indiskutablen Anwürfen von Herrn Steinbrück (dem eine schöne Nacht sicher wieder einmal gut tun würde, damit nicht aller Frust über seine Abstinenz zum Sprungbrett für seine verbalen Entgleisungen wird).

Wo bleibt eigentlich die nüchterne, sachliche und themenorientierte Information? Alles muss erlebbar, vulgo emotional, aufbereitet werden, da es sonst wohl nicht einmal die Hälfte interessiern würde: das Rettungspaket war eine Unterstützungsmassnahme (da UBS wohl auch ohne Unterstützung weitergelebt hätte und nicht bankrott gemacht hätte, wie es die Wörter: Rettung und Nothilfe suggerieren) und Steuergelder dürfen nur so genannt werden, weil es der Staat ist, der die MCN's über 6 Mrd. gezeichnet hat (was man auch ganz nüchtern als Finanzanlage bezeichnen kann, die einen entsprechenden Ertrag (12.5%) generiert und nur mit einem mittlefristigen Horizont eingegangen wurde). Die Nationalbank kann ohnehin mit ihren Geldern machen, was sie für richtig hält, solange sie sich innerhalb des von der Gesetzgebung gegebenen Rahmens bewegt und ihr Ziel, die Stabilisierung der Schweizer Wirtschaft, nicht aus den Augen verliert.

Wer sind eigentlich die Manager? Ist ein Teamleiter ein Manager oder gehören nur Mitglieder des General Management Boards dazu? Und was heisst schon Bonus?
Die Unternehmen wurden aller Wahrscheinlichkeit nicht gefragt, was sie darunter Verstehen; einzig ein undifferenziertes und ethymologisches Verständnis wurde, wie Herr Vasella zu Recht beklagte, in populistischer Art und Weise breitgetreten und kolportiert.
Wenn Herr Levrat verlangt, dass alle Boni gestrichen würden, realisiert er in seiner B...heit offenbar nicht, dass dies gleichbedeutend ist mit der Streichung eines 13. Monatslohnes resp. einer Gratifikation. Diese bilden einen Teil des Lohns (Bonus ist auch ein, wenn auch variabler, Lohnbestandteil, nicht ausschliesslich eine Belohnung). 'Zigtausend Arbeiter, die, wenn sie nicht in einer Bank arbeiteten in einer Gewerkschaft organisiert wären, würden einen wichtigen Teil ihrer Einkünfte verlieren!
Ich denke, es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass Anreizsyteme, die darauf abzielen, kurzfriste Gewinnmaximierung zu betreiben und die Haltung "après moi le déluge" gelich mitliefern, falsch und unzeitgemäss sind (Bsp. feste Anteile an Eigenhandelsgewinnen werden als "Bonus" ausbezahlt). Erst damit wurden Zahlungen an Mitarbeiter möglich, die die 2stellige Milionengrenze überschritten haben.
Was die Geschäftsführer und Manager in hohen Chargen betrifft, muss man sich dennoch die Frage gefallen lassen, wem mit hohen Gehältern geschadet wird? Zunächst und direkt eigentlich nur den Aktionären, die es an sich in der Hand haben, dagegen etwas zu unternehmen. Diese Gehälter werden aber alle versteuert und tragen damit ein zweites Mal zur Finzierung des Staates bei. Der Staat und "Steuerzahler", der Otto-Normal-Verbrauchen profitiert also eher als dass er unter der Abzokkerei leidet (überhaupt, wer wird eigentlich "abgezokkt"?). Da komme ich wieder zum Thema weiter oben, zur Emotionalität: es geht hier offenbar nicht darum, Benachteiligte und Schwächere zu schützen sondern um blanken Neid!

So, das musste mal gesagt werden.
M.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Frust über Amerika(ner)

Heut war ich kurz davor (Vollmond?) auf der Strasse aggressiv zu werden: Bereits an der Ampel vor der Auffahrt zur Autobahn steht das "Ami-Schiff" auf der falschen Spur, rechts wo, es garedaus geht: Bei grün steigt er voll in die Pedale und drängelt vorne dran (musste wohl demonstrieren, dass sein Wagen viel Power hat...) Auf der Autobahn dann, Drängeln, Auffahren und ja niemanden vorbeifahren lassen; von rechts in Lücken drängeln, die gar keine sind, da sein riesen Schlitten kein platz hätte, falls hinten dran nicht gebremst würde; die Blinker in die roten Rücklichter integriert, mit Nummernschild aus Louisiana, USA zeigt er dass er den schnelleren, grösseren und potenteren ... hat.
Das ganze ärgert mich wohl deshalb, weil es für eine scheinbar grosse Mehrheit der Ami's so repräsentativ erscheint: Arroganz verbunden mit einer totalen Unfähigkeit zur kulturellen Anpassung und daraus folgend die Demonstration der schieren Doofheit.

Das Verhalten eines quengelnden Kindes von etwa 3 Jahren oder die Entwicklungsstufe der Menschheit wie wir sie uns vorstellen kurz nach den Neandertalern, kommt dem recht nahe. Der Entwicklungsstand des Landes in zivilisatorischer Hinsicht scheint nicht viel weiter zu sein als der eines Stammes der Penan (wobei diese sozial viel weiter entwickelt sind!).

Soviel zu meiner eigenen Agressivität vis-à-vis dieser depperten Spezies...
M.

Montag, 23. Juni 2008

Segeln im Unternehmen

Ich habe das grosse Glück, dass das Unternehmen, für welches ich arbeite, für seine Mitarbeiter im Rahmen der Freizeitgestaltung einen eigenen Segel-Club hat. Dies ermöglicht den Mitglieder gegen ein kleines Entgelt (Jahresbeitrag) die zwei Schiffe des Clubs zu benutzen.
Erstaunlicherweise nutzen nur sehr wenige diese Möglichkeit. Mal sehen was sich daraus noch entwickeln kann, wenn wir einwenig mehr kommunizieren.

In diesem Hafen liegen übrigens die Boote (Port Choiseul, Versoix, Suisse)

Größere Kartenansicht
Auf eine windreiche Saison, Mast und Schotbruch, M

Mittwoch, 18. Juni 2008

Am Bol d'Or


Es war einfach wunderbar... allerdings vor allem zum zuschauen, da es teilweise wirklich zu wenig Wind hatte. Der Schwan hat sich darum allerdings nicht gekümmert

Mittwoch, 4. Juni 2008

Der Beginn eines Auf- und Umbruchs

Das, was heute Wirtschaft genannt wird, hat sich verändert: Viele Unternehmen agieren weltweit, global. Damit ändern sich die Werthaltungen und Kulturen der Unternehmen, Einflüsse unterschiedlicher Wirtschaftsräume vermischen sich und kurzfristig behauptet sich die vermeintlich stärkste (weil am meisten Profit versprechende) d.h. amerikanische Stil. Es wird deshalb Zeit, dass sich in der US Politik etwas ändert, da dies einen hoffentlich heilsamen Einfluss auf das Geschäftsgebaren hiesiger Unternehmen.

Bei UBS besinnt man sich vermehrt auf die eigenen Mitarbeiter und fördert deren interne Flexibilität im Namen der persönlichen Weiterentwicklung. Dies hat zum Zweck, möglichst viele Beschäftigte und damit Know-How im Unternehmen zu behalten und damit dazu beizutragen, dass der angekündigte Abbau von Personal sich durch natürliche Fluktuation quasi von selbst erledigt. An sich für alle Parteien eine gute Sache!

Was hat das aber alles mit mir zu tun? Nach den letzten internen Umwälzungen und Neuorganissationen finde ich mich an einem Platz wieder, der mich weder in ausreichendem Masse fordert oder mir Verantwortung abverlangt noch wirklich reizvoll und spannend ist. Was tun?

Zeit für eine Aus- resp. Weiterbildung in Richtung eines MBA, damit ich mir das längst fällige Wissen in den Bereichen BWL, Marketing und Verkauf aneigne. Aber weiterhin denselben Job? da gibt es doch bestimmt anderes, spannenderes, andere Region (obwohl, ein See muss in der Nähe sein), andere Leute, andere Inhalte, Kunden, Luft, Wohnung, Haus...

Erste Schritte bin ich gegangen, jetzt heisst es aufmerksam sein, Chancen beobachten, Netzwerke weiterbilden und nutzen und offen bleiben. Ich bin sicher, die Zukunft wird das Richtige aufzeigen, es reicht, sich nicht dafür zu verschliessen.

Mittwoch, 12. März 2008

Gratulation Michael!

Lieber Michael,
besser spät als nie: herzliche Gratulation für den Preis und vor allem für das geniale Foto!
©Greenpeace/Ex-Press/Michael Würtenberg

Beste Grüsse von einem alten Klassenkameraden...

Freitag, 22. Februar 2008


Der BND hat offenbar tatsächlich Hehlerware gekauft: Gestohlene Daten! Und meint, damit nun Jagd auf "Steuersünder" machen zu können in der (hoffentlich irrigen) Annahme, der Zweck heilige die Mittel. Wie soll denn ein Einwohner Deutschlands, ob arm ob reich, verstehen, weshalb er Steuern bezahlen soll, wenn seine Beiträge anschliessend kriminell verwendet werden, wenn jeglicher Anreiz zu arbeiten und etwas zu sparen durch peremptorische Steuern und Harz IV resp. ein "Grundeinkommen für alle" zunichte gemacht wird?
Die deutsche Politik ist jetzt sauer auf das Fürstentum Liechtenstein (und sicher bald auch wieder auf die Schweiz) weil die Einwohner dort offenbar viel lieber Steuern bezahlen! Weshalb das wohl so ist? An den zum Teil doch auch recht hohen Grenzsteuersätzen (> 40%) kann's ja wohl nicht liegen! Und dann noch von illegalem Steuer-Wettbewerb zu sprechen... das ist jetzt aber eher peinlich! ... ganz abgesehen davon: ist es die "Schuld" der Schweiz oder von Liechtenstein oder einer ihrer Banken, wenn die Deutschen (und andere Kunden) ihre Gelder in ihrem Wohnsitzstaat nicht versteuern??? Wo bleibt da die Verantwortung jedes einzelnen?
Da ist natürlich zu bedenken, dass Deutschland wohl so gegen 90% der gesamten europäischen Steuergesetzgebung für sich in Anspruch nimmt. So viel Gesetz über Steuern gibt es nirgendwo sonst, nicht einmal in den Vereinigtren Staaten! Da soll noch einer drauskommen; ist ja beinahe logisch, dass soviel Geschreibe auch entsprechende Spezialisten braucht und die wollen auch immer alle bezahlt sein... .
Ich verstehe jede und jeden, der versucht, sein legal erworbenes Einkommen und Vermögen so zu plazieren, dass es möglichst wenig besteuert wird und finde es absolut unzulässig, wie europäische Länder wie Frankreich und Deutschland andere Länder dafür verantwortlich machen, dass sie die Steuerflucht in ihrem eigenen Land nicht im Griff haben! (das musste einfach mal gesagt sein!)

Donnerstag, 7. Februar 2008

Votations ou "Political Correctness" quo vadis

La télévision suisse-toto profite d'une semaine dédiée au thème de "la Chine". Beaucoup d'émissions très intéressantes, sur la croissance de l'économie immense, la manière de vivre, les paysans, le Tibet et les droits (ou plutôt leur absence) des "propriétaires" de terrain ou des consommateurs. Ces sujets sont encore plus intéressants si on les mets en relation avec les soucis et problèmes aux États-Unis en train de voter pour la nouvelle présidence.
Ah ces votations: une estimation très intéressante dont je suis convaincu qu'elle tient la route est celle du correspondant Tilman Lingner. Reste à demander : C'est quoi la démocratie?
On peut bien sur se demander la même chose en écoutant le président du conseil fédéral M Pascal Couchepin qui compare M le conseiller National Mörglei avec le cruel médecin Nazi Mengele ou les paroles d'un certain M Blocher blessé après son rejet.

Il y a une chose qui me plait dans l'ensemble de cette discussion : C'est la "political Correctness" ou plutôt l'absence. C'est quoi le but de cela? Personne n'ose dire ce qu'elle pense véritablement, non c'est même interdit et menacé par la loi d'anti-discrimination. Moins on ose dire, moins la vérité se cache, devient manipulable. Effet secondaire ou voulu? Pour revenir sur le sujet des votations vaut bien de réfléchir sur ce mécanisme en écoutant les candidats à la présidentielle, de chercher sur leur raison secrète, les liaisons avec l'économie cachées, les buts généraux poursuivis : Le schéma de deux partis politiques n'est certainement pas suffisant pour décrire les différences entre les positions des candidats.

Sujet à revoir, je reste avec cela, M

Sonntag, 13. Januar 2008

Fotos...

Wenn ich so viele Fotos sehe, überlege ich manchmal: Was lohnt es sich zu behalten? Muss ich was wegschmeissen? Könnte doch alles behalten! Da bliebe aber kein Platz für Neues, und sowieso, alles behalten? Jeder Abschied, jede Trennung ist auch ein neuer Anfang und eine Chance.
Dies hier ist ein Foto das ich wohl sicherlich behalten werde:

Bis bald..., M

Samstag, 12. Januar 2008

Klassenreisen

Ich habe während den Ferien zwischen Weihnachten und Neujahr begonnen, all meine alten Fotos zu scannen. Dies erlaubt mir, unnötigen Platz frei zu bekommen, Balast in Form von Dias abzuwerfen und erst noch alle davon profitieren zu lassen, die ein Interesse haben könnten.

Hier dehalb ein erstes Album:
Klassenreisen Rudolf Steiner Schule Basel (83/86)

Mit den besten Grüssen, M

Eine wirklich gute Lektion...

Ich bin ja wirklich immer wieder glücklich über solch gelungenes Theater:

Marie-Thérèse Porchet - La Leçon de Géographie (SOLEIL)